Häufige Fragen

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Reifen und Pneus

Die Eselsbrücke für Reifenwechsel lautet «von O bis O». Von Ostern bis Oktober. In dieser Zeit fährt man am besten mit Sommerreifen. Von Oktober bis Ostern sollte man Winterreifen verwenden. Es besteht in der Schweiz grundsätzlich keine Winterreifenpflicht in der kalten Jahreszeit. Allerdings verhärtet sich die Gummimischung von Sommerreifen bei tiefen Temperaturen (bei ca. 7 Grad). Dies führt zu wesentlich längeren Bremswegen. Bei einem Unfall im Winter mit Sommerreifen kann der Fahrer trotz «korrekter Fahrweise» mitschuldig gesprochen werden oder die Versicherung die Leistung kürzen, da mit der richtigen Bereifung eine Kollision hätte verhindert werden können.

Prüfen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Profiltiefe Ihrer Reifen mehrmals im Jahr! Und denken Sie immer daran: Die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm ist ein rein gesetzlicher Wert. Der TCS empfiehlt für sicheres Fahren im Straßenverkehr bereits unter 4 mm Profiltiefe die Reifen zu wechseln.

Schauen Sie sich zunächst die Tread-Wear-Indikatoren (TWI) – auch Verschleissanzeiger – Ihrer Reifen an. Ist der Reifen so weit abgefahren, dass die Stege mit dem Profil auf einer Ebene liegen, hat er die Mindestprofiltiefe erreicht und muss ersetzt werden. Sollten Sie den Verschleissanzeiger nicht finden oder unsicher sein, können Sie gerne unverbindlich und kostenlos bei uns vorbeikommen. Unser Fachpersonal kann dies innert Sekunden beurteilen.

Auf den Reifenflanken sind Unmengen von Informationen angegeben. Diese informieren über Grösse, Traglast, den maximalen Luftdruck und das Alter des Reifens. Die Grössenangabe kann wie folgt aussehen: z.B. 205/55 R 16 91 V. Dies bedeutet im Einzelnen:

  • Laufflächenbreite 205mm
  • Querschnitt 55% im Verhältnis zur Lauffläche
  • Felgendurchmesser 16 Zoll
  • Das «R» steht für Radialbauweise
  • Die «91» ist die Tragkraft und kann mit einer Tabelle in Kilogramm umgerechnet werden (der Index «90» entspricht z.B. 615 kg pro Reifen)
  • «V» steht für die zulässige Höchstgeschwindigkeit (der Index «W» entspricht z.b. maximal 240 km/h)

Bei Diagonalreifen erfolgen alle Angaben in Zoll z.B. 5.60-15. Hier wird lediglich auch die Reifenbreite in Zoll angegeben. Einen Niederquerschnitt gab es damals noch nicht.

Beispiel: Oben im Bild sieht man die Laufflächenbreite 205mm, den Querschnitt 55% im Verhältnis zur Lauffläche, die Radialbauweise R, den Felgendurchmesser 16 Zoll, sowie den Geschwindigkeitsindex V. Unterhalb sieht man ausserdem den Lastindex 91 für die Tragkraft.

Einen allgemeingültigen Luftdruck gibt es nicht. Dieser ist abhängig vom Fahrzeug, Reifenhersteller, Reifenaufbau, dem Einsatzgebiet, Beladung, usw. Die empfohlene Angabe für Ihr Fahrzeug finden Sie auf dem Tankdeckel oder im Türrahmen der Fahrertüre.

Die Runflat-Technologie ist ein Rad- und Reifensystem mit Notlaufeigenschaften. Es besteht aus einem selbsttragenden Reifen, einer besonderen Felge („extended hump“) und der Reifenpannenanzeige (RPA). Dadurch kann ein Einsinken des Reifens auch in drucklosem Zustand über eine gewisse Wegstrecke verhindert werden.

RDKS steht für ReifenDruckKontrollSystem. Wie der Name schon verrät, handelt es sich um ein Überwachungssystem. Bei einem Druckluftverlust eines Reifens erscheint ein Warnhinweis in Ihrem Fahrzeug. Seit dem 01.11.2014 sind neu zugelassene Personenwagen serienmässig mit einem RDKS ausgerüstet. Es kann zwischen aktivem und passivem RDKS unterschieden werden: Aktiv: Sie sehen auf dem Display Ihres Fahrzeugs den Luftdruck jedes einzelnen Reifens. Passiv: Es existiert nur eine Warnlampe in Ihrem Fahrzeug. Dieses System ist wartungsärmer und viel öfters anzutreffen.

Der Radialreifen (oder auch Stahlgürtelreifen) ist aktuell die modernste Ausführung des Reifens. Und gilt seit den 70er Jahren als Standard. Die Gebrüder Michelin erhielten 1946 das Patent für den Stahlgürtelreifen, der mit den radialen Karkassenfäden, also im rechten Winkel zur Laufrichtung, gefertigt wird. Diese Neuerung wirkte sich positiv auf das Fahrverhalten aus und ermöglichte die Radialbauweise den Querschnitt auf 82 % ( das Verhältnis von Reifenhöhe zur Laufflächenbreite) herabzusetzen. Das erhöhte die Seitenführungskräfte merklich und somit auch die Sicherheit. Durch ständige Verbesserung der Fahrwerke konnte der Querschnitt später mehr und mehr verringert werden, ohne den Fahrkomfort zu verringern.

Der Diagonalreifen ist der Vorgänger des Radialreifens. Eine Entwicklung aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts und löste die bis dahin verwendeten Wulstreifen ab. Vorteil dieser Neuentwicklung war eine höhere Pannensicherheit und auch eine einfachere Montage. Es wurden erstmals Polyestereinlagen verwendet, die diagonal im Reifen eingearbeitet waren – daher der Name. Anfangs wurden diese Reifen grundsätzlich mit einem Schlauch montiert. Erst Ende der fünfziger Jahre war durch Verwendung eines Inliners im Reifen in Verbindung mit Hump-Felgen, die schlauchlose Montage möglich. Die Bemassung erfolgte noch in Zoll, z. B. 5.60-15 oder 5.50-18.

Der Wulstreifen, der Vorgänger des Diagonalreifens, war der erste Reifen, welcher in grossen Mengen auf Fahrzeuge verbaut wurde. Der Reifenwulst wurde regelrecht in das umgebörtelte Felegenhorn eingehakt. Ihre Montage war allerdings noch umständlich und auch nicht ungefährlich, da sie mit einem sehr hohen Luftdruck gefahren werden mussten. Ist er nicht korrekt in der Felge eingehakt, kann der Schlauch platzen und zu schweren Verletzungen führen. Entscheidend für die passende Reifengrösse ist der innere Felgenumfang. Die Bemassung gibt den Reifenaussendurchmesser und die Ballonbreite an, zum Beispiel 26 x 3 oder 730 x 130.

Jeder Reifen, der ab den achtziger Jahren gebaut wurde, trägt eine so genannte «DOT»-Nummer (DOT = Depatement of transport). Aus dieser Nummer ist ersichtlich, in welcher Kalenderwoche und in welchem Jahr der Reifen produziert wurde. In den achtziger und neunziger Jahren war die «DOT»-Nummer noch dreistellig, wobei die ersten beiden Zahlen die Kalenderwoche und die letzte das Jahr bezeichnete. Die neunziger Jahre waren zusätzlich mit einem Dreieck hinter der letzten Zahl gekennzeichnet. Seit 2000 ist die «DOT»-Nummer vierstellig. Z.B. 4718 steht für ein Produktionsdatum in der 47. Kalenderwoche im Jahr 2018.

Bei Radialreifen empfiehlt sich ein erster Check nach 5 Jahren. Die meisten Hersteller geben an die Reifen spätestens nach 10 Jahren ab Produktionsdatum zu ersetzen. Je nach Sonnenexposition, Pflege, usw. empfiehlt es sich den Reifen schon vorher aus Sicherheitsgründen zu ersetzen. Dies gilt besonders für Winterreifen, da diese eine weichere Gummimischung aufweisen müssen, um auch bei tiefen Temperaturen für guten Grip zu sorgen.

Grundsätzlich, gilt auch hier die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Meist werden Oldtimer nicht so viel bewegt wie ein Alltagsauto. Das bedeutet, die Reifen erfahren weniger Abrieb/Abnutzung. Aber auch bei Oldtimerreifen altert der Gummi, verhärtet sich und es kommt zu Rissbildungen. Diese erhöhen das Risiko eines Reifenplatzers. Auch hier sollten nach spätestens 10 Jahren die Reifen ersetzt werden.


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